Das Training eines KI-Modells kostet oft mehrere zehntausend Euro. Das muss nicht so sein. Habana Gaudi Prozessoren von Intel versprechen deutlich günstigeres KI-Training. Die Spezialprozessoren arbeiten effizienter als herkömmliche Grafikkarten. Österreichische Unternehmen könnten dadurch ihre KI-Projekte kostengünstiger umsetzen. Besonders für kleinere Firmen wird KI-Entwicklung damit erschwinglicher.
Habana Gaudi – Was steckt dahinter?
Habana Gaudi sind speziell für künstliche Intelligenz entwickelte Prozessoren. Diese HPUs (High Performance Units) unterscheiden sich grundlegend von normalen Grafikkarten. Sie sind ausschließlich für das Training und den Betrieb von KI-Modellen optimiert.
Du kannst dir das wie einen Sportwagen vorstellen, der nur für Rennen gebaut wurde. Während normale Grafikkarten auch Spiele und Videos berechnen, konzentrieren sich Gaudi-Prozessoren nur auf KI-Berechnungen. Dadurch arbeiten sie bei diesen Aufgaben deutlich effizienter.
Laut Hugging Face Blog lassen sich Transformer-Modelle (die Grundlage von ChatGPT) mit Gaudi-Prozessoren bis zu 40 Prozent günstiger trainieren. Die Prozessoren verbrauchen weniger Strom und benötigen weniger Kühlung als vergleichbare Grafikkarten-Lösungen.
Intel hat Habana Labs 2019 für zwei Milliarden Dollar gekauft. Seitdem investiert der Konzern massiv in die Weiterentwicklung der KI-Prozessoren. Die neueste Generation Gaudi3 soll noch effizienter arbeiten.
Habana Gaudi: Warum das gerade jetzt wichtig ist
Der KI-Boom hat die Nachfrage nach Rechenleistung explodieren lassen. Nvidia dominiert den Markt für KI-Prozessoren mit über 80 Prozent Marktanteil. Das führt zu hohen Preisen und langen Lieferzeiten für KI-Hardware.
Laut Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research wird der Markt für KI-Prozessoren bis 2028 auf 400 Milliarden Dollar wachsen. Gleichzeitig steigen die Stromkosten für Rechenzentren kontinuierlich an. Energieeffiziente Alternativen werden daher immer wichtiger.
Große Technologiekonzerne wie Amazon, Microsoft und Google entwickeln bereits eigene KI-Chips. Sie wollen sich von Nvidia unabhängig machen. Habana Gaudi bietet auch kleineren Unternehmen eine Alternative zu den teuren Nvidia-Lösungen.
Die EU-Kommission hat angekündigt, eine Milliarde Euro in europäische KI-Infrastruktur zu investieren. Kostengünstige Hardware-Alternativen könnten dabei eine wichtige Rolle spielen. Europa will technologisch unabhängiger von amerikanischen und asiatischen Anbietern werden.
Was das für Österreich bedeutet
Österreichische Unternehmen hinken bei der KI-Nutzung noch hinterher. Laut Statistik Austria setzen nur 8 Prozent der heimischen Betriebe KI-Technologien ein. Hohe Kosten sind oft ein Hindernis für den Einstieg in die KI-Entwicklung.
Das Austrian Institute of Technology (AIT) forscht bereits an effizienten KI-Systemen. Die Forschungseinrichtung könnte von günstigerer Hardware profitieren. Ähnlich wie BridgeTower arbeitet auch Intel daran, KI-Modelle trainieren zu vereinfachen. Dies würde besonders kleineren österreichischen Unternehmen helfen, die bisher zögerten, in teure Intel Sapphire Rapids Österreich Infrastruktur zu investieren.

