Fahrerlose Taxis rollen bald durch Hongkong und europäische Städte. Uber hat angekündigt, seinen Robotaxi-Dienst auf diese Märkte auszuweiten. Hongkong wird dabei der erste Standort in der Asien-Pazifik-Region. Die selbstfahrenden Fahrzeuge sollen das Taxigewerbe grundlegend verändern.
Robotaxis – Was steckt dahinter?
Robotaxis sind vollautomatische Fahrzeuge ohne menschlichen Fahrer. Sie nutzen Sensoren, Kameras und künstliche Intelligenz zur Navigation. Die Fahrzeuge erkennen Verkehrsschilder, andere Autos und Fußgänger selbstständig.
Stell dir vor, du rufst ein Taxi über eine App. Statt eines Fahrers sitzt niemand am Steuer. Das Auto fährt dich trotzdem sicher ans Ziel. So funktionieren Robotaxis in der Praxis.
Laut Tech in Asia wird Hongkong Ubers erster Robotaxi-Markt in der Asien-Pazifik-Region. Das Unternehmen plant auch Starts in den USA und Europa. Konkrete Städte nannte Uber noch nicht.
Die Technologie basiert auf maschinellem Lernen und Sensordaten. Jede Fahrt sammelt neue Daten und verbessert das System. Uber kooperiert dabei mit Technologiepartnern für die Fahrzeugentwicklung.
Robotaxis: Warum das gerade jetzt wichtig ist
Der Markt für autonome Fahrzeuge wächst rasant. Waymo betreibt bereits kommerzielle Robotaxi-Dienste in Phoenix und San Francisco. Auch chinesische Unternehmen wie Baidu testen fahrerlose Taxis in mehreren Städten.
Uber hatte 2020 seine eigene Entwicklungsabteilung für selbstfahrende Autos verkauft. Jetzt setzt das Unternehmen auf Partnerschaften mit Technologieanbietern. Diese Strategie reduziert Entwicklungskosten und beschleunigt die Markteinführung erheblich.
Regulierungsbehörden weltweit lockern schrittweise die Gesetze für autonome Fahrzeuge. Hongkong hat bereits Testfahrten genehmigt. Auch europäische Länder arbeiten an entsprechenden Regelwerken für den kommerziellen Betrieb.
Der Fahrermangel in vielen Städten verstärkt den Druck auf Mobilitätsanbieter. Robotaxis könnten diese Lücke schließen. Gleichzeitig sinken die Kosten für Sensoren und Rechenleistung kontinuierlich.
Was das für Österreich bedeutet
Österreich hinkt bei autonomen Fahrzeugen noch hinterher. Die Straßenverkehrsordnung erlaubt derzeit keine vollautomatischen Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr. Testfahrten sind nur unter strengen Auflagen möglich.
Das Verkehrsministerium arbeitet an neuen Regelungen für selbstfahrende Autos. Erste Pilotprojekte könnten in Wien oder Graz starten. Uber ist bereits in österreichischen Städten aktiv und könnte Robotaxis einführen.
Für österreichische Taxifahrer bedeutet das eine große Herausforderung. Etwa 15.000 Menschen arbeiten hierzulande als Taxi- oder Mietwagenfahrer. Viele müssen sich beruflich neu orientieren oder umschulen lassen.
Die EU-KI-Verordnung regelt auch autonome Fahrzeuge als Hochrisiko-Anwendung. Österreichische Behörden müssen entsprechende Prüfverfahren entwickeln. Das Datenschutzrecht gilt auch für die Sensordaten der Robotaxis.
Die Entwicklung wird schrittweise erfolgen. Zuerst kommen Robotaxis auf Autobahnen, dann in Innenstädten.
Praktischer Nutzen für dich
Robotaxis könnten Fahrten günstiger machen. Ohne Fahrerkosten sinken die Preise um bis zu 50 Prozent. Besonders nachts oder in abgelegenen Gebieten verbessert sich die Verfügbarkeit erheblich.
Senioren und Menschen mit Behinderungen profitieren besonders. Sie bekommen mehr Mobilität ohne eigenes Auto. Auch Pendler können die Fahrzeit produktiv nutzen, statt selbst zu fahren.
Beobachte die Entwicklung in anderen europäischen Städten. Informiere dich über neue Gesetze in Österreich. Falls du Taxifahrer bist, plane rechtzeitig eine Umschulung oder Weiterbildung.
Welche Auswirkungen siehst du für deine tägliche Mobilität? Würdest du ein fahrerloses Taxi nutzen?
Einschätzung der Redaktion
Uber macht einen klugen Schachzug. Statt selbst Milliarden in die Entwicklung zu stecken, nutzt das Unternehmen bestehende Technologie. Das ist kostengünstiger und schneller. Allerdings wird die Einführung in Europa länger dauern als angekündigt. Die Regulierung ist komplex und die Infrastruktur noch nicht bereit.
Österreichische Taxifahrer sollten sich jetzt weiterbilden. Lerne digitale Fähigkeiten oder spezialisiere dich auf Premiumservice. Die Wirtschaftskammer bietet entsprechende Kurse an. Wer rechtzeitig handelt, kann den Wandel als Chance nutzen.
Quelle: Tech in Asia

